
Acryl auf Leinwand, 40,0 x 30,0 cm

Acryl auf Leinwand, 50,0 x 40,0 cm

Acryl auf Leinwand, 40,0 x 30,0 cm

Acryl auf Leinwand, 40,0 x 30,0 cm

Acryl auf Leinwand, 40,0 x 30,0 cm
Marten Kirbach steht für eine in ihrer Konsequenz beeindruckende abstrakte Bildsprache, in welcher der Sachlichkeit von Linie und Fläche der Vorzug vor dem malerischen Gestus gegeben wird. In Bild für Bild genau abgestimmten Geometrien und Farbspektren wird das Bildformat zu einem Versuchsfeld, einer Art Labor, in dem je nach Fügung oder Einfall und nach vermeintlich strengen Spielregeln eine entschieden artikulierte Form entsteht.






| 1979 | In Görlitz geboren |
|---|---|
| 2000-2006 | Studium Malerei/ Grafik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Elke Hopfe, Siegfried Klotz, Günther Hornig und Ralf Kerbach |
| 2006-2008 | Meisterschüler bei Ralf Kerbach |
| lebt und arbeitet in Dresden |
Auf überwiegend kleinen Formaten entstehen abstrakte Bildwelten oft über lange Zeiträume in einem Prozess zwischen Planung und spontaner Umgestaltung durch vielfache Übermalungen und Lasuren. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Befragung der Malerei und ihrer Mittel selbst. Wesentlich ist die Untersuchung des Bildraumes mittels Farbe, Licht und Form durch Reduktion und geometrische Vereinfachung. Es ist ein Spiel mit Räumen und Ebenen, mit Irritationen und Verschiebungen die sich immer wieder an der Zweidimensionalität der Bildfläche brechen. Der Einfluss digitaler Bilder, von Technik und Design findet dabei seinen ästhetischen Niederschlag. Alles Abbildhafte oder Erzählerische wird bewusst vermieden. Doch auch wenn gegenüber der Natur und ihren Erscheinungen eine Distanz gewahrt wird, öffnet sich immer wieder ein Spannungsfeld, das Assoziationen und Rückschlüsse an die Natur ermöglicht. So ergeben sich Anklänge an Landschaft, Figur oder Interieur.
In Arbeitsschritten von Flächenaufteilung, Schichtung und Trennung, von Farbmodulation, dem sanften linearen Vertreiben der Töne, von Überlagerungen und halbtransparenten Abdeckungen formt sich ein konkretes, in sanftes Neonlicht getauchtes Bildgeschehen. Manchmal wirken diese kleinformatigen Bilder wie präzise und fein geschliffene Edelsteine, jedes ein vollkommen in sich ausbalanciertes Meisterstück. Die Arbeiten sind einerseits geprägt von ihrer Variationslust und Wandelbarkeit, andererseits von gleichzeitiger absoluter Formstrenge. Aus diesem Gegensatz bezieht die Malerei von Marten Kirbach den ihr eigenen Reiz.
Durch den lasierenden Auftrag vielfacher Übermalungen in Acryl sowie durch die Staffelung perspektivisch gezeichneter Körper und geometrischer Farbflächen, die mittels einer subtilen Kontrastierung von Licht- und Schatteneffekten zusätzlich dimensioniert werden, erzeugt der Künstler auf der flachen Leinwand malerische, oftmals bizarr-surreale Tiefenwirkungen und entwickelt so ein Konzept von abstrakt-unbestimmter Räumlichkeit im Bild. (...) Das Zeitalter der Digitalisierung und des sogenannten ›iconic turn‹ prägt die zeitgenössischen Wahrnehmungsgewohnheiten und hat sie um Seherfahrungen ergänzt, die sowohl der klassischen Moderne als auch dem abstrakten Expressionismus fremd waren. Dennoch beweisen Kirbachs Werke, wie aktuell die aktuellen Fragestellungen künstlerische Abstraktion gerade in einer von medialer Bilderflut und virtuell erzeugten »Scheinwelten« geprägten Gegenwart sein können. Die bewusste Abkehr vom Konkreten, die Verinnerlichung der Außenwelt und die Äußerung von Innerlichkeit mittels Farbe, Form, Rhythmus, Struktur und Linie treten in dieser Hinsicht gleichsam als ein Hinterfragen und ein – jedoch in seiner Aussage bewusst offen gelassener – Kommentar zur Wirklichkeitserfahrung der eigenen Gegenwart auf.
| 2008 | Galerie Art Academy, Dresden: »Schichten« |
|---|---|
| 2013 | Galerie 2. Stock, Rathaus Dresden: »Konkrete Kunst in Dresden - Farbe konkret« (Beteiligung) |
| 2014 | Galerie Irrgang, Leipzig: »Mittlere Distanz« |
| 2015 | Galerie Irrgang, Berlin: »What’s mine is yours« (mit Carolin Israel) |
| 2017 | Galerie Irrgang, Berlin: »Im Lauf der Dinge« |
| 2018 | Heldenreizer Contemporary, München: »Neue Dialoge« (mit Tibor Pogonyi) |
| 2019 | Galerie Irrgang, Berlin: »In those naked fields« |
| 2020 | Galerie Irrgang, Leipzig: »Im Augenblick der Gegenwart« (Beteiligung) |
| 2022 | Galerie Irrgang, Leipzig: »Mimimi!!!« (Beteiligung) |
| 2024 | Galerie Wellemeyer, Plau am See: »Sommerfenster« (Beteiligung) |
| 2026 | Galerie Ursula Walter, Dresden: »Arbeiten« (Beteiligung) |
| 2026 | GALERIE HIMMEL, Dresden: »Modular« (Kabinett) |