Werner Wittig
Land Still Leben

12. September 2026 — 14. November 2026 | im Kabinett

Werner Wittig hatte den Farbholzriss als Sonderform des Farbholzschnitts neben der Ölmalerei zu seiner maßgeblichen Ausdrucksform erkoren. In der Rückschau darf man sagen, dass er den Holzriss viel entschiedener im Sinne einer eigenen Bildsprache entwickelte, als ihm dies mit der Malerei gegeben war. Das Hantieren mit verschiedenen Druckstöcken und leise gestimmten Druckfarben, das Anlegen der Motive in verschiedenen Bildebenen, verleiht diesen Drucken etwas ergreifend Schlichtes, etwas, das wie Naturlyrik vertraut und verfremdet zugleich wirkt. Das Reißen von Linien und Schraffuren mit der Nadel hingegen zeichnet dem Holz neben seiner Maserung gleichsam ein zweite Natur ein.

  • Werner Wittig – „Kühler Herbst“
    Wittig, Werner. – „Kühler Herbst”
  • Werner Wittig – „Gläser und Blumen“
    Wittig, Werner. – „Gläser und Blumen”
  • Werner Wittig – „Herbstlied“
    Wittig, Werner. – „Herbstlied”
  • Werner Wittig – „Apfel und Apfelblüte“
    Wittig, Werner. – „Apfel und Apfelblüte”
  • Werner Wittig – „Am Berg“
    Wittig, Werner. – „Am Berg”
  • Werner Wittig – „Wald und Feld“
    Wittig, Werner. – „Wald und Feld”
  • Werner Wittig – „Stillleben“
    Wittig, Werner. – „Stillleben”
  • Werner Wittig – „Abendstunde“
    Wittig, Werner. – „Abendstunde”
  • Werner Wittig – „Am Strand“
    Wittig, Werner. – „Am Strand”
  • Werner Wittig – „Herbstweise“
    Wittig, Werner. – „Herbstweise”
Werner Wittig

Werner Wittig

Details

Einführung

Ein hervorstechendes Merkmal der Kunst von Werner Wittig ist das Landschafts-Stillleben, in dem er das Sujet der Landschaft mit dem des Stilllebens vereint. Manchmal wandelt sich das Stillleben zur Landschaft und wird monumental. Manchmal wird die Landschaft zu einem gefühlten Innenraum, in dem Gegenstände der Natur und der Architektur zusammenfinden. In einer Art magischer Synthese behandelt der Künstler Büsche, Häuser, Vasen, Blätter und Früchte als visuell gleichwertige Bildgegenstände und führt sie auf einer Bühne als poetisches ›Nature morte‹ zusammen.