Bleidorn, Lutz. – „Goldene Zeit (Haus in Fockbek)”
Bleidorn, Lutz. – „Die große Verwirrung”
Bleidorn, Lutz. – „Nächtliche Kleinstadt”
Bleidorn, Lutz. – „Der helle Tag”
Bleidorn, Lutz. – „Nachtschiff”
Bleidorn, Lutz. – „Das Brombeerhaus”
Bleidorn, Lutz. – „Wintertag am Kanal”
Bleidorn, Lutz. – „Der erste Schnee”
Bleidorn, Lutz. – „Hotel Sonne”
Bleidorn, Lutz. – „Port”
Bleidorn, Lutz. – „Frühlingslandschaft”
Bleidorn, Lutz. – „Nach Sonnenuntergang”
Bleidorn, Lutz. – „Angst - Die Nachtgespenster”
Bleidorn, Lutz. – „Haus am Waldrand”
Bleidorn, Lutz. – „Dunkle Gassen”
Lutz Bleidorn
Lutz Bleidorns Malerei ist wesentlich inspiriert von der Umgebung seiner Heimatstadt Rendsburg in Schleswig-Holstein. In seinen Bildern sammelt und sortiert er landschaftliche Eindrücke, markante Architekturen, aber auch Ereignisse und Träume aus Kindheitstagen. Dabei wandelt er auf dem schmalen Grad zwischen Verstand und Gefühl, zwischen Konstruktion und Intuition, und spiegelt damit den existenziellen Dualismus des modernen Menschen. Mit seiner individuellen Bildsprache zählt Lutz Bleidorn zu den herausragenden Künstlern seiner Generation.
Böhlitz, Michael / Himmel, Anja (Hrsg.). – „Lutz Bleidorn. Morgenstimmung und Nachtgespenster”.
2021. Galerie Himmel (Eigenverlag), Dresden. – Ausstellungskatalog, von Lutz Bleidorn. – 21 x 21 cm (Format).
8°, Broschur, 88 S., 31 Abb. – Katalog zur Ausstellung ″Lutz Bleidorn. Morgenstimmung und Nachtgespenster″ in der Galerie Himmel in Dresden, 2. Oktober - 20. November 2021. – Vorwort von Anja Himmel und Michael Böhlitz, Text von Teresa Ende. – Erstausgabe, neu.
Die Dialektik von Innen und Außen, von verinnerlichter und gesehener Landschaft bestimmt die Arbeiten der Ausstellung „Morgenstimmung und Nachtgespenster“ des Künstlers Lutz Bleidorn. Im Jahr 1973 in Rendsburg in Schleswig-Holstein geboren, absolvierte Bleidorn von 1996 bis 2000 zunächst eine Lehre als Illustrationsdesigner in Hamburg, bevor er 2003 ein Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden aufnahm. Hier war er von 2009 bis 2011 Meisterschüler bei Elke Hopfe. 2018 zog er zurück nach Rendsburg, wo er seither wohnt und arbeitet. Die vertraute Landschaft seiner schleswig-holsteinischen Heimat rund um Rendsburg bildet den Ausgangsund zentralen Bezugspunkt für Lutz Bleidorns Collagen und Gemälde. Immer wieder begegnet uns in ihnen die Silhouette der Stadt zwischen Eider und Nord-Ostsee- Kanal, der Turm der Marienkirche, die Gebäude der Altstadt, ihre Hafenanlagen, die alten Überflutungsgebiete und die wellige Landschaft der Umgebung – es ist keine spektakuläre Landschaft, keine, die sich für heroische Landschaftsbilder eignen würde. Die konkreten Orte bekommen in den Bildern Bleidorns neue Gestalt und neues Gewicht. Ebenso wie unsere Erinnerung die Wirklichkeit ‚bricht‘, weil sie auswählt, betont, überzeichnet oder weglässt, so entscheidet sich der Künstler während der Bildfindung, vielleicht unbewusst, für oder gegen bestimmte Fragmente und Partien der von ihm gesehenen, erinnerten Landschaft. Er selektiert, gewichtet neu, löst in Farbflecken auf, verfremdet und ordnet die Elemente mal als flächiges Nebeneinander, mal in tiefenräumlicher Staffelung an. Der liebevolle, aber nie verklärende Blick auf das Wohlbekannte verschmilzt in den Bildern Vertrautheit mit Distanz, Wärme mit Kühle, Intimität mit großem Prospekt, sodass gebrochen romantische, zuweilen abgründige Visionen von Heimat entstehen. Ob Straßenszene, weiter Landschaftsausblick oder dichtes Unterholz, stets konzentriert, verfremdet und überhöht Lutz Bleidorn mit künstlerischen Mitteln das, was ihm am nächsten ist. Seine verinnerlichten Landschaften malen eine komplexe Topografie aus Erinnerung, Sehnsucht und Wiederfinden, bis zum Äußersten subjektiv und doch überindividuell.
Lutz Bleidorn,
Das Geisterschiff, 2021
Öl auf Leinwand, 120,0 x 140,0 cm