Tanja Pohl
Memento

05. Februar 2022 — 02. April 2022

Die vielfach ausgezeichnete Absolventin der Dresdner Kunstakademie ist eine Meisterin der Variation und des Experiments.

  • Tanja Pohl – „Lagerhalle im Mai“
    Pohl, Tanja. – „Lagerhalle im Mai”
  • Tanja Pohl – „Pechsiederei“
    Pohl, Tanja. – „Pechsiederei”
  • Tanja Pohl – „Stillleben mit Disteln“
    Pohl, Tanja. – „Stillleben mit Disteln”
  • Tanja Pohl – „Fernblick“
    Pohl, Tanja. – „Fernblick”
  • Tanja Pohl – „Stillleben mit Lilien“
    Pohl, Tanja. – „Stillleben mit Lilien”
  • Tanja Pohl – „Zwei Blüten“
    Pohl, Tanja. – „Zwei Blüten”
  • Tanja Pohl – „Gedanken“
    Pohl, Tanja. – „Gedanken”
  • Tanja Pohl – „Stillleben mit Schädel“
    Pohl, Tanja. – „Stillleben mit Schädel”
  • Tanja Pohl – „Stechapfel im Glas“
    Pohl, Tanja. – „Stechapfel im Glas”
  • Tanja Pohl – „Stahlwerkerkind“
    Pohl, Tanja. – „Stahlwerkerkind”
  • Tanja Pohl – „Lingu“
    Pohl, Tanja. – „Lingu”
  • Tanja Pohl – „Mädchenaugen“
    Pohl, Tanja. – „Mädchenaugen”
  • Tanja Pohl – „Werkshalle (Dach)“
    Pohl, Tanja. – „Werkshalle (Dach)”
  • Tanja Pohl – „Eb“
    Pohl, Tanja. – „Eb”
  • Tanja Pohl – „Alter Gasthof“
    Pohl, Tanja. – „Alter Gasthof”
  • Tanja Pohl – „Schädel und Sommerblumen“
    Pohl, Tanja. – „Schädel und Sommerblumen”
  • Tanja Pohl – „Stillleben mit Hagebutten“
    Pohl, Tanja. – „Stillleben mit Hagebutten”
  • Tanja Pohl – „Sänger“
    Pohl, Tanja. – „Sänger”
  • Tanja Pohl – „Orakel“
    Pohl, Tanja. – „Orakel”
  • Tanja Pohl – „Erzmensch“
    Pohl, Tanja. – „Erzmensch”
  • Tanja Pohl – „Blauer Kopf“
    Pohl, Tanja. – „Blauer Kopf”
  • Tanja Pohl – „Gelbe Vase“
    Pohl, Tanja. – „Gelbe Vase”
  • Tanja Pohl – „Gelber Blumen-Kopf“
    Pohl, Tanja. – „Gelber Blumen-Kopf”
  • Tanja Pohl – „Blumenkorb“
    Pohl, Tanja. – „Blumenkorb”
  • Tanja Pohl – „Straßenzug“
    Pohl, Tanja. – „Straßenzug”
  • Tanja Pohl – „Lilie“
    Pohl, Tanja. – „Lilie”
  • Tanja Pohl – „Blumen I“
    Pohl, Tanja. – „Blumen I”
  • Tanja Pohl – „Hütte im Wald“
    Pohl, Tanja. – „Hütte im Wald”
  • Tanja Pohl – „Noema“
    Pohl, Tanja. – „Noema”
  • Tanja Pohl – „FLORA I“
    Pohl, Tanja. – „FLORA I”
  • Tanja Pohl – „FLORA X (Medusa)“
    Pohl, Tanja. – „FLORA X (Medusa)”
  • Tanja Pohl – „FLORA XIV (Herbstlich)“
    Pohl, Tanja. – „FLORA XIV (Herbstlich)”
  • Tanja Pohl – „Traurige Blume“
    Pohl, Tanja. – „Traurige Blume”
  • Tanja Pohl – „FLORA XII“
    Pohl, Tanja. – „FLORA XII”
  • Tanja Pohl – „FLORA XI“
    Pohl, Tanja. – „FLORA XI”
  • Tanja Pohl – „Stillleben mit Schädel und Maske“
    Pohl, Tanja. – „Stillleben mit Schädel und Maske”
  • Tanja Pohl – „Sommerblumen im Herbst I“
    Pohl, Tanja. – „Sommerblumen im Herbst I”
Tanja Pohl

Tanja Pohl

Tanja Pohl, im thüringischen Greiz lebende Malerin und Grafikerin, hat bei Elke Hopfe und Christian Macketanz an der Hochschule für Bildende Künste Dresden studiert. Sie ist eine Meisterin der Variation. Ihre druckgrafischen Werke leben von einer Bewegung, ja Musikalität, die einem rauschhaften Arbeiten entspringt. Ihr Schaffen ist ein experimenteller und radikaler Prozess, der einem Abenteuer gleicht. Mit jedem vollendeten Blatt zeigt sich ein unvorhersehbares und einzigartiges Ergebnis.

Details

Einführung

Mit der Ausstellung »Tanja Pohl – Memento« zeigt die GALERIE HIMMEL neueste Gemälde, unikate Druckgrafik und Plastik der vielfach ausgezeichneten Absolventin der Dresdner Kunstakademie und Schülerin von Elke Hopfe, die um das Thema Mensch und Maschine sowie Natur und Gesellschaft kreisen. Tanja Pohls Bilder erzählen von Verwandlung, von Kultivierung und Zerstörung, von Nutzung und Zerfall. Die Industriebrache ist ihr im Großen, das Stillleben im Kleinen eine passende Metapher für elementare Fragen der Existenz. Die „Ästhetik des Zerfalls“ hat eine lange Tradition. Inspiriert wurde sie von den Ruinen des antiken Rom. Seit der Renaissance ist die Ruine als Topos des locus aemonus ein Zeichen, an die Vergänglichkeit alles Irdischen erinnernd, ein memento mori, ein Ort melancholischer Selbstreflexion. Besonders aber ist sie Symbol einer andauernden Metamorphose der zyklischen Prozesse von Aufstieg und Fall, vom Verlassen einer alten und vom Aufbruch in eine neue Zeit. Wir leben in einer Epoche größter Gegensätze. Einer durch wirtschaftlichen Erfolg und Lust an Ablenkung getriebenen Gesellschaft stehen Mittellose, Gescheiterte und Schwache gegenüber. Nutzen und Gefahren der technologischen Entwicklung und Auswirkungen der Ökonomisierung auf unsere Arbeits- und Lebenswelt sind allgegenwärtig. Hinzu kommen Kriege, Terrorismus, Naturkatastrophen, Hungersnöte, Umweltzerstörung und Klimawandel. Mit subtilen Allegorien für die menschliche Hybris schaut Tanja Pohl mit ihren lost places, den Stillleben und Köpfen auf die Fragilität des Lebens und löst damit Faszination, Irritation, mitunter auch beklemmende Unruhe aus. Tanja Pohl ist eine Meisterin des Experiments und der Variation, insbesondere in der klassischen Druckgrafik. Ihre druckgrafischen Werke leben von einer Bewegung, ja Musikalität, die ihrem rauschhaften Arbeiten entspringt. Platten werden gefräst, um 90 oder 180 Grad gedreht, Motive abgewandelt, Drucktechniken und Farben erprobt. Die Abzüge werden mit Tusche, Kohlestift, Pastell, Öl- oder Acrylfarbe überarbeitet, oft zu Collagen geformt. Tanja Pohls Variationen loten die Möglichkeiten von Bildanlage und Motiv aus. Ihr Schaffen ist ein experimenteller und radikaler Prozess, der einem Abenteuer gleicht. Mit jedem vollendeten Werk zeigt sich ein einzigartiges Ergebnis.