Mandy Friedrich
farbtrunken

26. November 2016 — 07. Januar 2017

  • Mandy Friedrich – „Grüner Rauch nach Frida“
    Friedrich, Mandy. – „Grüner Rauch nach Frida”
  • Mandy Friedrich – „Perlhuhn“
    Friedrich, Mandy. – „Perlhuhn”
  • Mandy Friedrich – „Taubenhüterin“
    Friedrich, Mandy. – „Taubenhüterin”
  • Mandy Friedrich – „Amsel“
    Friedrich, Mandy. – „Amsel”
  • Mandy Friedrich – „Alte Plantage / Hufewiese“
    Friedrich, Mandy. – „Alte Plantage / Hufewiese”
  • Mandy Friedrich – „Birkenweg türkis / Hufewiese“
    Friedrich, Mandy. – „Birkenweg türkis / Hufewiese”
  • Mandy Friedrich – „Buenos Tardes Senora“
    Friedrich, Mandy. – „Buenos Tardes Senora”
  • Mandy Friedrich – „Zeit läuft“
    Friedrich, Mandy. – „Zeit läuft”
  • Mandy Friedrich – „Hufewiese im Sommer“
    Friedrich, Mandy. – „Hufewiese im Sommer”
  • Mandy Friedrich – „Tahar mit Stieglitz“
    Friedrich, Mandy. – „Tahar mit Stieglitz”
  • Mandy Friedrich – „Bauwagen im Gebirge“
    Friedrich, Mandy. – „Bauwagen im Gebirge”
  • Mandy Friedrich – „Winterlicher Aufstieg“
    Friedrich, Mandy. – „Winterlicher Aufstieg”
  • Mandy Friedrich – „Wintermorgen am Fichtelberg“
    Friedrich, Mandy. – „Wintermorgen am Fichtelberg”
  • Mandy Friedrich – „Fama oder Der Künstler“
    Friedrich, Mandy. – „Fama oder Der Künstler”
  • Mandy Friedrich – „Rosenspalier“
    Friedrich, Mandy. – „Rosenspalier”
  • Mandy Friedrich – „Distelacker / Hufewiese“
    Friedrich, Mandy. – „Distelacker / Hufewiese”
  • Mandy Friedrich – „Waldkapelle“
    Friedrich, Mandy. – „Waldkapelle”
  • Mandy Friedrich – „Paula mit Einhorn“
    Friedrich, Mandy. – „Paula mit Einhorn”
  • Mandy Friedrich – „Frau im Regen“
    Friedrich, Mandy. – „Frau im Regen”
  • Mandy Friedrich – „Hinüber nach Gottesgab“
    Friedrich, Mandy. – „Hinüber nach Gottesgab”
  • Mandy Friedrich – „Shishapoeten mit Reiterin“
    Friedrich, Mandy. – „Shishapoeten mit Reiterin”
  • Mandy Friedrich – „Geschmückter Schädel“
    Friedrich, Mandy. – „Geschmückter Schädel”
  • Mandy Friedrich – „In der Kapelle / Monsieur Abdi“
    Friedrich, Mandy. – „In der Kapelle / Monsieur Abdi”
  • Mandy Friedrich – „Gartenkartoffeln“
    Friedrich, Mandy. – „Gartenkartoffeln”
  • Mandy Friedrich – „Sommerhaus“
    Friedrich, Mandy. – „Sommerhaus”
Mandy Friedrich

Mandy Friedrich

Mandy Friedrich hat bei Siegfried Klotz und Elke Hopfe an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste (HfBK) studiert und war Meisterschülerin bei Ralf Kerbach. Ihre expressive, kraftvolle Malerei in leuchtendem, fein abgestimmten Kolorit bewegt sich in der Tradition der Dresdner Malerschule, geht aber einen ganz eigenständigen Weg. Mandy Friedrich beherrscht eine malerische Handschrift, wie sie in der jungen figurativen Kunst in Deutschland ihresgleichen sucht.

Details

Einführung

Als Mandy Friedrich 1999 zum Studium der Malerei an die Dresdner Kunstakademie kam, traf sie auf Siegfried Klotz und Elke Hopfe, 2005 als Meisterschülerin auf Ralf Kerbach. Besonders Siegfried Klotz, der »Menschensucher« und große Vertreter der traditionsreichen Dresdner Schule, wurde ihr zum wegweisenden Lehrer. Seine absolute Identifikation mit der Malerei, sein Farbempfinden und seine Entschlossenheit, »Bilder aus Farbe zu bauen«, hat sie auf eigene Weise verinnerlicht und weiterentwickelt.

Mandy Friedrich brennt für die Malerei. Mit dynamischem, intuitiv gesetztem Pinselstrich sucht sie die Balance zwischen einem am Motiv orientierten Realismus und einem formauflösenden, malerischen Expressionismus. Figuren und Gegenstände entwickelt sie mit geradezu körperlicher Präsens aus der Farbmasse heraus, erweckt sie vor zerklüfteten Hintergründen gleichsam zum Leben. Dank spannungsreicher Bildkompostion, sicherer Pinselführung und einem betörend lichtdurchfluteten Kolorismus entstehen unvergleichliche Bildwelten: Landschaften, Porträts und Stillleben. Es sind Bilder von malerischer Tiefe und Sensibilität, kraftstrotzend und vital. Eine Malerei, die durch virtuoses Handwerk und genaue Beobachtung überzeugt.

Ihre Themen findet Mandy Friedrich in der Natur, in Alltag und Geschichte, in Literatur und Musik, in Kunst und Religion. Besonders eindrucksvoll sind ihre Porträts und Landschaften. Mandy Friedrich malt Freunde und Weggefährten, spürt Räumen ländlichen und urbanen Lebens nach, stets mit wachem Blick für das Unscheinbare und scheinbar Nebensächliche.

Diese Art von Malerei richtet sich nicht vordergründig auf das Dargestellte, sondern auf ihm innewohnende Empfindungen und metaphorische Bilder. Landschaften werden zu »Seelenlandschaften«, Porträts zu »Spiegeln der Seele«, wie bereits von der Porträtkunst der Renaissance gefordert.

So gelangen Innerlichkeit und Gemütszustand des Dargestellten zur Sichtbarkeit. Aus der unmittelbaren Anschauung dringt Mandy Friedrich zum Wesen von Mensch oder Landschaft vor, sucht nach Veränderungen, spürt Stimmungen nach. Immer wieder entstehen Selbstbildnisse, mitunter radikal und schonungslos, die dem Bedürfnis nach Selbstvergewisserung und kritischer Hinterfragung entsprechen. Malen ist für Mandy Friedrich mit Empfinden verbunden. Ihre Bilder entstehen nicht selten rauschhaft, in einem Akt kontrollierter Spontanität. Nicht ohne Einfluss bleibt dabei ihre leidenschaftliche Beziehung zur Musik, die ihrem ungezähmten, wuchtigen Malstil einen spürbar pulsierenden Sound verleiht.

Neben beglückend Heiterem wohnt der Malerei von Mandy Friedrich auch ein melancholischer Grundton inne. Aufleuchtend-helle Farben werden von dräuend-dunklen Tönen begleitet, sowohl das Lichte als auch die Verschattungen des Lebens spiegelnd. Suchend begibt sich die Künstlerin auf Entdeckungsreise, malt Schönheit und Verfall, führt Aufbruch und Scheitern, Leben und Tod vor Augen. Mandy Friedrichs Malerei verbeugt sich vor der Natur, vor dem Leben und vor dem Menschen.