Gabi Keil

15. November 2014 — 03. Januar 2015 | im Kabinett

  • Gabi Keil – „Dresden am Abend“
    Keil, Gabi. – „Dresden am Abend”
  • Gabi Keil – „Vor der Johannstadt“
    Keil, Gabi. – „Vor der Johannstadt”
  • Gabi Keil – „Am Fluß“
    Keil, Gabi. – „Am Fluß”
  • Gabi Keil – „Kaufhaus am Kanal“
    Keil, Gabi. – „Kaufhaus am Kanal”
  • Gabi Keil – „Stadt am Wasser“
    Keil, Gabi. – „Stadt am Wasser”
  • Gabi Keil – „Elbbogen im Winter“
    Keil, Gabi. – „Elbbogen im Winter”
  • Gabi Keil – „Neustädter Seite I“
    Keil, Gabi. – „Neustädter Seite I”
  • Gabi Keil – „Dresden (Brücken)“
    Keil, Gabi. – „Dresden (Brücken)”
  • Gabi Keil – „Neustädter Seite II“
    Keil, Gabi. – „Neustädter Seite II”
  • Gabi Keil – „Neustädter Seite III“
    Keil, Gabi. – „Neustädter Seite III”

Einführung

Gabi Keil (*1970 Oschatz) studierte 1994-99 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Max Uhlig und Siegfried Klotz, 2000-02 war sie Meisterschülerin bei Max Uhlig. Stipendien und Auslandsaufenthalte führten sie nach Paris, Madrid, Florenz, Venedig und Salzburg. 2008 erhielt sie den Carl-Gustav-Carus- Preis. Gabi Keil lebt und arbeitet in Reichstädt/Dippoldiswalde. Die Stadt bietet der Malerei von Gabi Keil scheinbar Alles. Sie ist ihr Sujet, Faszinosum, Experimentierfeld und Metapher in Einem. In ihren Stadtlandschaften wird der urbane Lebensraum zur Bühne, auf der er selbst in seiner bisweilen berückenden Schönheit aber auch seiner Bizarrerie und Widersprüchlichkeit seinen Auftritt hat. Gabi Keil zeigt unspektakuläre, nicht selten stille Orte. Die Bildgewalt dieser ruhigen, beinahe lautlos wirkenden Malerei liegt in der Konzentration auf das Ganze. Der bisweilen flüchtig anmutende Blick ist dabei genau durchdacht und durchkomponiert. Mit ungewöhnlichen Perspektiven und einem strengen Bildaufbau gelingen eigenwillige, intensive Bilder. Gabi Keil arbeitet mit unaufgeregten gedeckten Farben. Blau und Grau, Grün, Braun und Ocker werden gegeneinandergesetzt und zwischen Hell und Dunkel moduliert. Gabi Keil steht für eine Malerei, in der das gegenständlich Realistische durch Unschärfe relativiert, man könnte auch sagen, gemildert wird. Die Konturen bleiben unscharf und der Horizont löst sich oft im Diffusen auf. Dies entspricht dem melancholischen Grundton dieser Malerei, der durch die tonige Farbpalette und die ereignisarmen, meist menschenleeren Szenerien noch verstärkt wird.