Teaser Herta Günther

Herta Günther  

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Texte

Gert Claußnitzer

Mit ihren großformatigen Pastellen aus den letzten Schaffensjahren erweist sich Herta Günther als eine herausragende malerische Begabung. Meisterhafte Zeichnung und Sinn für das Monumentale waren schon charakteristische Eigenschaften ihrer früheren grafischen Arbeiten. Vornehmlich im Bereich der Radierung entfaltete Herta Günther einen persönlichen Stil voller charmanter Groteskheit, plebejischen Humors und rustikaler Plastizität.

1989

Dr. Erhard Frommhold

Das Pastell hat sich in einer farblich sogar provozierenden Art bei Herta Günther in Dresden wieder eingefnden. Otto Herbig oder der Thüringer Alfred Ahner könnten da Pate gestanden haben. Aber Herta Günther hat andere Themen.
Sie kehrt im Geiste mit Toulouse-Lautrec und vielleicht sogar mit Raoul Dufy in Kneipen Dresdens ein, und sie findet dort oder anderswo Figuren, denen sie mit aufreizenden Farben zusetzt. In der Kunst Herta Günthers trifft sich Nostalgie - imaginär: "Die Goldenen Zwanziger" - mit dem vermeintlich exotischen und zugleich tatsächlichen Alltag. Es steckt wohl auch eine geheime Sehnsucht in diesen Motiven, die so oder auch anders existieren mögen. Mit Herta Günther wird das Pastell wieder neu entdeckt, sogar im Geiste der Rosalba Carriera, denn das Rokoko schwingt hier in den Dresdner Vorstädten mit.

1997

Dr. Fritz Löffler

In den figuralen Blättern finden wir einmal eine stille Heiterkeit, aber ebenso eine espritvolle Weltstädtischkeit der Motive. Es läßt sich ein unterschwelliger Humor in manchen der Radierungen erkennen. Aber im Gegensatz zu diesem latenten Humor gelingt es Herta Günther auch, eine große Tristesse zum Ausdruck zu bringen. Die delikate Farbigkeit, die in jeder Nuancierung überzeugt, und die überlegene Sicherheit in der Komposition weisen Herta Günther einen wichtigen Platz in der zeitgenössischen Kunst zu.

1978

Lothar Lang

Herta Günther gehört zu den raffiniertesten Grafikerinnen, die ich kenne. Ihre Kunst ist verführerisch, und zwar zunächst durch die Schönheit der Szenen oder Gegenstände, die dargestellt werden. Frau Günther liebt das Vornehme, Elegante und Charmante, ihre jungen Damen sind modisch und erlesen kostbar gekleidet - ein Hauch von Luxus geht von den Grafiken aus.

1978

Herta Günther - C`est la vie | Ausstellung | Galerie Himmel

Nächste Ausstellung

Herta Günther - C`est la vie
11. Mai - 17. August 2019

Vernissage
Freitag, 10. Mai 2019, 19 Uhr

Einführung: Michael Wüstefeld, Lyriker und Essayist, Dresden

Musik: Florian Mayer, Violine
und Michael Kaden, Akkordeon