Teaser Hermann Glöckner

Hermann Glöckner  

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Texte

Dr. Elmar Jansen

So präzise ihn Maßverhältnisse beschäftigten, so sehr hat er sie doch auch im freien Spiel durchbrochen. Tafeln faßte der Maler als Körper auf, bog zur Vorder- und Rückseite Kanten um: ein Raum entstand um die Bildflächen, auf denen er weitere Unterteilungen in Viertelungen, Achtelungen vornahm und sie farbig voneinander absetzte. Maler und Konstruktivist war er; beides auf eigene Rechnung und Gefahr.

"Hermann Glöckner - Maßstab Leidenschaft", Ausstellungskatalog, 1993

Dr. Elmar Jansen

Glöckner hat eine Aufgabe darin gesehen, den Krankheitserscheinungen der Technisierung mit homöopathischen Gaben entgegenzuarbeiten, verborgenen Formen, unbedeutenden Lebensmaterialien zur Besinnung auf ihr Wesen zu verhelfen. Von Gesehenem das Überflüssige wegzulassen, in einer wankenden, flüchtigen Welt unpathetische Zeichen der Ordnung aufzurichten, Abstraktes zu konkretisieren, in den Dingen die konstitutiven Beweggründe freizusetzen, das war sein Antrieb. Bohrenden Fragen, bitteren Klagen und Befürchtungen war hier kein Raum gewährt. Alle Erwägungen Glöckners blieben im Dingbereich.


"Hermann Glöckner - Maßstab Leidenschaft", Ausstellungskatalog, 1993
Prof. Dr. h.c. Werner Schmidt

Glöckners Schaffen umfasst die Polarität ästhetischer Kategorien. Realismus und Abstraktion, Zartheit und Schärfe, Ruhe und Bewegung, Statik und Rhythmik, Gesetz und Zufall kommen gleichermaßen zum Ausdruck. Glöckner liebte die reinen Lösungen, das Vordringen zu den Elementen. Zu den elementaren Formen gesellen sich die gemischten Erscheinungen und Kombinationen. In seiner Kunst sind die einfachen Dinge nicht simpel. Im Einfältigen leben Spuren der Vielfalt. Im Strudel der Zufälle spürt der Betrachter das Walten von Gesetzen.

"Glöckner. Gemälde und Zeichnungen. 1904 - 1945", Ausstellungskatalog, 2010

Herta Günther - C`est la vie | Ausstellung | Galerie Himmel

Aktuelle Ausstellung

Herta Günther - C`est la vie
11. Mai - 17. August 2019

Vernissage
Freitag, 10. Mai 2019, 19 Uhr

Einführung: Michael Wüstefeld, Lyriker und Essayist, Dresden

Musik: Florian Mayer, Violine
und Michael Kaden, Akkordeon