Teaser Metzkes

Harald Metzkes 

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Texte

Christine Dorothea Hölzig

Der Künstler Metzkes fußt tief in der europäischen Kultur, kennt deren Kunstgeschichte, Literatur und Theater. Zudem kennzeichnet ihn ein reiches Wissen über mythologische und religiöse Themen und Zusammenhänge. So treten in den vielfigurigen Bildfindungen neben anderen Harlekin und Pierrot, Janus und Herkules auf. Sie tragen ihre Bedeutung als Figuren der Commedia dell´Arte oder Helden der Antike in sich. Darüber hinaus prägt der Maler ihnen einen Stempel der Gegenwart auf. Die Kämpfe, die Dramen, die Mahnungen, die Deutungen der bisweilen verwirrenden Konstellationen, das alles geht uns etwas an. Sie entpuppen sich als Kommentare zu aktuellen Zuständen oder sind Liebeserklärungen, an Menschen wie an Landschaften. Historienmalerei oder Illustration ist das keine.

Auszug aus "WELTTHEATER WELTENBÜHNEN - Harald Metzkes zum 80.",
Museum Bautzen, Passage-Verlag Leipzig, 2009

Eduard Beaucamp

Man könnte sagen, dass Metzkes (mit einigen Freunden) die Malerei von Dresden ins Nachkriegs-Berlin (Teil Ost) gebracht und hier die Tradition Menzels, Liebermanns und Corinths fortgeführt hat. Metzkes ist nichts als ein Maler, der sich wenig um Ost und West , um Politik und Partei kümmerte. Er verschrieb sich über Jahrzehnte der Ergründung der Geheimnisse der Malerei und ihrer Perfektionierung, dem "Fügen des Bildes", wie er das nennt. "Als ich junger Maler war", schreibt er 1999, "hatte die Welt [...] für mich nur eine Möglichkeit, was das Malen betraf. [...] Auch nicht eine drüben und eine hüben. Es gab nur meine. Deshalb war es gleichgültig, wo ich blieb. Die Vermutung, es könne sich für mich anderswo flüssiger malen, wäre ein anpasserischer Irrtum gewesen." Die Leitbilder seiner malerischen Evolution blieben bis heute die gleichen: Watteau, Chardin und Tiepolo, Delacroix, Courbet, Cézanne, Matisse und Picasso, gewiß auch malerische Intimisten wie Vuillard und Bonnard und eben Menzel und Corinth. Man könnte Metzkes einen französischen Dresdner oder Berliner Franzosen nennen.

Auszug aus "Französischer Dresdner, Berliner Franzose - zur malerischen Strategie von Harald Metzkes", "Bilanz eines Malers" Kerber Verlag Bielefeld, 2006

Herta Günther - C`est la vie | Ausstellung | Galerie Himmel

Nächste Ausstellung

Herta Günther - C`est la vie
11. Mai - 17. August 2019

Vernissage
Freitag, 10. Mai 2019, 19 Uhr

Einführung: Michael Wüstefeld, Lyriker und Essayist, Dresden

Musik: Florian Mayer, Violine
und Michael Kaden, Akkordeon