Teaser Gerda Lepke

Gerda Lepke 

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Texte

Gisbert Porstmann

Gerda Lepkes Kompositionen sind keine mimetischen Darstellungen; das gilt sowohl für ihre Landschaften, als auch für die Porträts. Im Format der Leinwand oder des Papiers entsteht nach eigenen ästhetischen Gesetzen die neue Welt des Bildes. Welche der Realitäten der gesehenen Wirklichkeit dabei zur Abbildung kommt, bleibt das Geheimnis der Künstlerin. Vorallem bei den Landschaften gelingt Gerda Lepke im Zusammensehen von Licht, Raum und Erde eine einmalige künstlerische Formulierung des Sujets. Wichtig ist dabei auch, welchen emotionalen Klang die bildnerische Komposition erzeugt. Die Wirkung, die Linien und Farben auslösen, ist niemals herrisch, aber doch kraftvoll. Das Zarte verliert sich dennoch nicht ins Unbestimmte.

Gerda Lepke. Licht ist alles. Ausstellung im Kulturspeicher Oldenburg, 2012

Sibylle Badstübner-Gröger

Zeichnung und Malerei werden bei Gerda Lepke beide aus Bewegung und Spontanität geboren und gehen auf das flüchtige, optische Erlebnis, auf die zeitliche Erscheinung von Licht und Farbe, in dem das Motiv gesehen wird, zurück. Jener ständige Wechsel von Licht und Farbe, je nach Tages- und Jahreszeit, führt zu immer anderen, zu immer neuen Bildsequenzen ein- und desselben Motivs, das sich aus diesen zusammensetzt und formt. Stets sind diese Formulierungen mehr als nur Motiv, sie umfassen eine Welt - nicht nur für die Künstlerin.

Auszug aus: Zu Malerei und Zeichnung von Gerda Lepke, 1999

Gerhard Wolf

In Gerda Lepkes Malerei bleibt bei aller individueller Metamorphose der Wiedergabe hinter der dominierenden Farbe, durch sie hindurch oder in der linearen Struktur selbst, die erschaute Landschaft auf seltsame Weise greifbar und belebt - ich umschreibe sie mit meinen Worten als das ihr vertraute Gelände, das sich, soweit ich sehe, nie ins Anonyme verflüchtigt, nicht ans indifferente Abstrakte verliert: ergriffendes, angeeignetes Gelände bleibt die Basis für alle ihre Bilder, die sie vor uns entstehen läßt wie eine der Wirklichkeit immanente und zugleich unerwartete Erscheinung.

Auszug aus: Gelände und Gestalt. Ein Blick in Gerda Lepkes Atelier, 1999

Sibylle Badstübner-Gröger

Das Faszinosum der Künstlerin, zwar am Realen orientiert, führt in Zeichnung und Malerei zu einer Verschmelzung von Merkmalen des unendlich Nahen und des unendlich Fernen - Abstraktion entsteht. [...]
Die bewusst eingesetzte Sizzenhaftigkeit und das Fragmentarische, der An- und der Ausschnitt in der Figurendarstellung sind Charakteristika, die zu Gerda Lepkes bildnerischem Stil gehören und ihre Arbeiten mit impressionistischer Seh- und informeller Arbeitsweise des "action painting" in Verbindung setzen. Sie unterstreichen insbesondere in der figürlichen Darstellung ihr künstlerisches Anliegen: Bewegung, Veränderung und Lebhaftigkeit in Zeichnung und Malerei zu erreichen.

Auszug aus: Skulpturen der Antike - Leitbilder in Gerda Lepkes künstlerischem Werk, erschienen im Katalog "hinsehen", Kerber Verlag 2009

Herta Günther - C`est la vie | Ausstellung | Galerie Himmel

Nächste Ausstellung

Herta Günther - C`est la vie
11. Mai - 17. August 2019

Vernissage
Freitag, 10. Mai 2019, 19 Uhr

Einführung: Michael Wüstefeld, Lyriker und Essayist, Dresden

Musik: Florian Mayer, Violine
und Michael Kaden, Akkordeon