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Erich Fraaß 

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Texte

Gert Claußnitzer

Wärme, Teilnahme und Offenheit kennzeichnen die Werke des Malers Erich Fraaß. Ekstatische Hingabe an das Geschöpfliche wie an die Natur bestimmt sein Schaffen. Er möchte mit seiner Kunst einen zuversichtlichen Ausblick auf das Leben geben. Trotz seines humanen und zutiefst sozialen Empfindens ist er aber kein Maler, der mit uns einen aufrührerischen Dialog über die fatalen Schicksalsschläge, denen die Menschheit immer wieder ausgesetzt ist, führen würde. Nicht die Zerbrechlichkeit des Menschen ist sein Thema und auch nicht das Trauma seines Daseins, sondern das Kreatürlich-Ewige, der Mensch in seiner Arbeitswelt voll vitaler Wärme und humanistischer Lebenskraft.

Erich Fraaß 1893-1974, "Schönheit des Elementaren", Monografie und Verzeichnis malerisches Werk, 1996

Gert Claußnitzer

Einerseits wird in dem Werk von Erich Fraaß Nüchternheit proklamiert. Mann spürt etwas von der Auffassung, die bereits das ästhetische Programm der "Schule von Barbizon" beherrscht hat. Das ist sicher ein Ausgangspunkt für diesen Realismus, der die "Haltung der Distanz und der Kühle", wie das Günter Busch einmal gesagt hat, überwindet und die "menschlich-künstlerische Botschaft der Wärme und der Nähe" formuliert. (...)
Andererseits ist eine ekstatische Ausdruckskraft bezeichnend für zahlreiche Werke von Erich Fraaß. Das heißt nun keinesfalls, daß er etwa heroische oder dramatisierte Bilder malen würde. Es sind immer unkomplizierte, schlichte Szenen des meist bäuerlichen Alltags, Bilder von Tieren und Landschaftsschilderungen, die in ihrer Helligkeit auf ein gesteigertes Erleben schließen lassen. Fraaß neigt da ähnlich wie van Gogh zum Bäuerlich-Elementaren. Die Erdseeligkeit eines Ackers oder endlos weite Kornfelder vermitteln in der Wucht ihrer Darstellung etwas Gesundes und Kraftgebendes. Die Kunst dieses Malers ist existentiell mit der heimatlichen Landschaft und den darin lebenden Bauerntypen verbunden, und Fraaß wird ihnen in einer blutvollen malerischen Sprache, teilweise mit überwältigenden Affekten und dem Drang nach Ausdruck begegnen, ohne Schönfärberei und ohne Sentimentalismus.

Erich Fraaß 1893-1974, "Schönheit des Elementaren", Monografie und Verzeichnis malerisches Werk, 1996

Herta Günther - C`est la vie | Ausstellung | Galerie Himmel

Nächste Ausstellung

Herta Günther - C`est la vie
11. Mai - 17. August 2019

Vernissage
Freitag, 10. Mai 2019, 19 Uhr

Einführung: Michael Wüstefeld, Lyriker und Essayist, Dresden

Musik: Florian Mayer, Violine
und Michael Kaden, Akkordeon