Hubertus Giebe -
Zwei Männer in Betrachtung des Mondes  

Ausstellung | 12. Mai - 30. Juni 2012

In unserer zweiten Ausstellung mit dem Dresdner Künstler Hubertus Giebe werden monumentale Programmbilder dezidiert politischer, historischer und kulturkritischer Ikonografie einer Reihe von kleinformatigen Gemälden mit der für Giebe charakteristischen symbolischen Verdichtung gegenüberstehen. In diesem Spannungsfeld glauben wir, uns und unserem Publikum den großartigen Bilderkosmos des Malers und Denkers Hubertus Giebe adäquat erschließen zu können.  

HUbertus Giebe, Der Schausteller, 1992, ÖL auf Leinwand, 245 x 290 cm

Hubertus Giebe ∙ Der Schausteller ∙ 1992 ∙ Öl auf Leinwand ∙ 245 x 290 cm 

Hubertus Giebe zur Historienmalerei  

Man muß heraustreten, damals wie heute, aus einer „Moral der hilflosen Täuschungen“, wie Nietzsche es nannte, frei werden durch umfassende Studien und eine Lebenshaltung, die künstlerische Arbeit wieder elementar begreift. Wir sind grenzenlos informiert, wissen aber nichts mehr. Geschichtsbilder eigener Sprache, eigener Vision, denken Sie an Giotto (die Arenakapelle in Padua), Boschs Höllen, Goyas Ungeheuer und Erschießungen, Picassos, Kokoschkas, Grosz` und Dix` gemalte Dramen von Elend, Krieg und Frieden, sind zutiefst fundiert von eschatologischer Ahnung und erlittener Wahrheit des ewigen „Dramas des Existenz“. Genau hier entfalten die bildnerischen Alphabete Originalität, Kraft und Wahrheit! (...) Geschichte – eine große, visionäre Treib- und Triebkraft in den Künsten. Es ist letztlich das Drama des immer monolithischen Menschen. Seinem Leib, seiner Psyche geschieht „Geschichte“. Und er ist Träger dieser Geschichte. Er geht durch die Sintflut der Zeit, die Täuschungen und Selbsttäuschungen, er lebt die Zerissenheit und muß die „Weltgestaltung“ wollen, schwankt zwischen Untertanengeist und Machiavellismus, spielt.

(Zitat aus: Hubertus Giebe, Geschichtsbilder – Anmerkungen zur Historienmalerei in der BRD und der DDR, in:  Hubertus Giebe, Der geschliffene Elfenbeinturm. Widerreden und Würdigungen, Leipzig 2010, S. 77)

Vernissage

Vernissage  

Freitag | 11. Mai 2012, 19 Uhr

Einführung: Dr. Fritz Jacobi
Musik: Dietmar Diesner 

Künstlergespräch  

Freitag | 1. Juni 2012, 19 Uhr 

Hubertus Giebe und Uwe Tellkamp 

Einladung

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