Andreas Wachter - Malerei und Zeichnung  

Ausstellung | 23. Mai - 19. Juli 2008

Einführung 

Andreas Wachter wurde 1951 in Chemnitz geboren. In den Jahren 1974 bis 1980 studierte er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, der renommiertesten Kunsthochschule in der DDR, Entstehungsort der vielgerühmten „Leipziger Schule". Wachter besuchte die Malklasse von Arno Rink und Volker Stelzmann, ein Schüler wiederum des überragenden Malers und Grafikers Werner Tübke. Unter dem Einfluss dieser Lehrer entwickelte Wachter sein bemerkenswertes malerisches Handwerk. Doch während in der Malerei  von Tübke und Stelzmann das „Erzählerische" in den Vordergrund tritt, beschreitet Wachter einen anderen Weg.

In den Werken von Andreas Wachter steht der Mensch stets im Mittelpunkt, in mehrfigurigen Innenraumszenen, im Atelierbild, im Akt und in der Landschaft.  Die Figuren erscheinen introvertiert, öffnen sich bisweilen mit theatralischer Geste, stehen oder sitzen oft beklemmend dicht beieinander, bewegen sich wie Fremde bezugslos aneinander vorbei, überschneiden sich. Dann eine wie zufällige Begegnung, eine kurze Berührung, ein Moment von menschlicher  Nähe und schließlich das Weitergehen, Weggehen oder gar Verlassenwerden. Beschriebene Zustände werden zu malerischen Rhythmen, die Wachters enge Beziehung zur Musik offenbaren.

Andreas Wachters Malerei verführt das Auge. Sie ist eine sinnliche Malerei mit teils leuchtend kräftiger teils zurückgenommen toniger Farbgebung, eine dramatische Hell-Dunkel-Malerei, die von lichtdurchfluteten Partien bis zu nachtschwarzer Finsternis reicht und eine weiche diffuse Malerei, welche die Figuren im Ungefähren belässt. 

Wachter beschäftigen Fragen der menschlichen Existenz, Fragen nach dem Leben und dem Vergehen, dem Aufstieg und dem Fall, der Einsamkeit sowie der Suche nach Geborgenheit und Halt. Besonders darin liegt die Faszination seiner Malerei. Diese eindringlichen Bilder berühren und fesseln den Betrachter, lassen sehr persönliche Assoziationen zu.

Seit 1980 ist der Künstler freischaffend. Andreas Wachter lebt und arbeitet in Erlln bei Leisnig an der Mulde. Neben zahlreichen Einzelausstellungen im In- und Ausland finden sich seine Werke im öffentlichen Besitz, so unter anderem in der Landeszentralbank Sachsen, im Museum der bildenden Künste Leipzig, im Lindenau Museum Altenburg, im Puschkin Museum Moskau und in der Nationalgalerie Posen. 

Anja Himmel 

Bertram Kober - Carrara und Sacri Monti | Ausstellung | Galerie Himmel

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7. Oktober - 18. November 2017

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Freitag, 6. Oktober 2017, 19 Uhr
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